Gottesanbeterinnen, die systematisch zur Ordnung der Fangschrecken (Mantodea) zählen, werden in fast 2000 verschiedene Arten eingeordnet. Die meisten kommen in den Tropen, aber auch in den Subtropen vor. In Deutschland sind sie heutzutage äusserst selten am Kaiserstuhl zu finden.

Ihr seltsames Aussehen sowie ihr Beutefangverhalten machen sie zu sehr interessanten Insekten. Sie lauern oft stundenlang bewegungslos auf Beute, wobei sie ihre Umgebung aufmerksam beobachten. Jede Bewegung in ihrer Nähe verfolgen sie mit ihrem beweglichen Kopf, schleichen sich an und schlagen dann blitzschnell mit ihren Fangarmen zu. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Fliegen, aber auch Heuschrecken, Asseln und andere Kerbtiere werden nicht verschmäht.

Wie sehr oft im Tierreich ist das Weibchen größer als das Männchen – schließlich trägt es tausende Eier in seinem Hinterleib. Dafür können die Männchen fliegen.
Die Lebensdauer ist recht kurz: Die Tiere leben nur wenige Monate, also einen Sommer lang. Die Eier werden in schaumigen, erhärtenden Nestern abgelegt, in denen sie überwintern.

Unter den vielen Arten sind ziemlich exotisch aussehende. Daher ist diese Insektenart recht beliebt bei Vivarianern.
Eine Reihe von Makroaufnahmen – leider keine von mir – ist im Forum für Naturfotografen im Web zu finden http://www.naturfotografen-forum.de/naturforum/naturfotografen/details.php?image_id=17936.

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